Steuertipp 5 – Wartung vs. Neuanschaffung

BehandlungseinheitenWartung vs. Neuanschaffung – steuerliche Komponenten

Sind Reparaturkosten an meinen Behandlungseinheiten wirtschaftlich eigentlich noch sinnvoll oder soll ich in eine neue Einheit investieren? Und wie kann ich unvorhergesehen Reparaturkosten vermeiden? Diese Fragen muss sich jeder Zahnarzt regelmäßig stellen. Hilfestellung bei der Beantwortung dieser Fragen kann der Steuerberater geben.

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass Wartungs- und/oder Reparaturkosten für das mobile Praxisinventar als sofort abzugsfähige Betriebsausgaben das steuerliche Betriebsergebnis mindern und dementsprechend multipliziert mit dem persönlichen Einkommensteuersatz (derzeitiger Spitzensteuersatz 42 bzw. 45 Prozent) zu einer Steuerentlastung führen. Dies gilt sowohl für regelmäßige Wartungs- als auch für unvorhergesehene Reparaturkosten. Aber warum regelmäßige Wartungen? Ganz einfach: Behandlungseinheiten sind hochkomplexe technische Gerätschaften bei denen es, wie bei anderen technischen Geräten, einer regelmäßigen Wartung zum Werterhalt und zum Erhalt der einwandfreien Funktion bedarf. Wirtschaftlich betrachtet sind Leerzeiten durch den unvorhergesehen Ausfall einer Einheit in der Regel mit hohen Umsatzeinbußen verbunden, diese werden in den meisten Fällen die Wartungskosten deutlich übersteigen und können häufig durch regelmäßige Wartungen vermieden werden.

 

Investitionsentscheidung über behandlungseinheiten

Nichtsdestotrotz sollte für jede Behandlungseinheit ein Reparaturbuch geführt werden, dies es dient Ihnen und Ihrem Steuerberater als Hilfe zur Ermittlung eines Break-even-Punktes, wann die jährlich durchschnittlich anfallenden Wartungs- und Reparaturkosten die Investitionskosten in eine neue Einheit überschreiten. Spätestens zu diesem Zeitpunkt sollte eine Investitionsentscheidung getroffen werden. Ob die neue Einheit gekauft, finanziert oder geleast wird hängt jeweils von der individuellen steuerlichen Gesamtsituation ab. Der Kauf einer Behandlungseinheit führt zu steuermindernden Abschreibungen (ggf. Sonderabschreibungen), wird die Investition fremdfinanziert können die Zinsen ebenfalls steuerlich berücksichtigt werden. Beim Leasing sind die monatlichen Leasingraten als gewinnmindernde Betriebsausgabe zu berücksichtigen, ggf. können hier Leasingsonderzahlungen Betriebsausgaben verlagern und damit steuergestaltend eingesetzt werden.

 

 

Quelle:
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