Steuertipp 7 – Leasingsonderzahlungen

LeasingsonderzahlungenSteuerliche Überlegungen zum Jahreswechsel – Leasingsonderzahlungen

Der Jahreswechsel steht kurz bevor und unsere Mandanten fragen uns als Steuerberater, ob noch im alten Jahr aus steuerlicher Sicht Investitionen vorgenommen werden sollen, um die zu erwartenden Steuernachzahlungen noch zu reduzieren. Hierauf gibt es natürlich keine pauschale Antwort, es handelt sich jeweils um eine individuelle Betrachtung der persönlichen steuerlichen Situation des Mandanten.
Bild: @ Gina Sanders / Fotolia

Eine Möglichkeit zur Nutzung von Steuervorteilen im ablaufenden Kalenderjahr ist der Abschluss eines Leasingvertrages mit einer anfänglichen Sonderzahlung für ein Wirtschaftsgut des Anlagevermögens der Praxis. Bei Steuerpflichtigen, die ihren Gewinn durch die Ermittlung des Überschusses der Betriebseinnahmen über die Betriebsausgaben (Einnahmen-Überschussrechnung gem. § 4 Abs. 3 EStG) ermitteln, gilt das sog. Zu-/Abflussprinzip. D. h., dass bei Abschluss eines Leasingvertrags mit einer anfänglichen Sonderzahlung diese bereits im Zeitpunkt der Zahlung zum Jahresende voll gewinnmindernd und damit auch steuermindernd berücksichtigt werden kann. Die derzeitige Rechtsprechung erkennt eine Leasingsonderzahlung in Höhe von 15 – 20 % der Anschaffungskosten des Wirtschaftsgutes als sofort abzugsfähige Betriebsausgabe an.
Ein weiterer Nebeneffekt der Ergebnisreduzierung ist, dass ggf. eine Herabsetzung der Einkommensteuer-Vorauszahlungen zum 10.12. des Investitionsjahres beantragt werden kann bzw. die Ergebnisminderung zu einer verringerten Festsetzung der Vorauszahlungen für die Folgejahre durch das Finanzamt führen kann. Zumindest wird somit ein Liquiditätsvorteil bis zur endgültigen Einkommensteuerveranlagung für die betreffenden Jahre erreicht.

 

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Quelle:

fpp.steuerberatung
info@fpp-steuerberater.de
www.fpp-steuerberater.de

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