Tipps für eine längere Lebensdauer Ihrer Instrumente – Teil 1

SpannsystemDas Spannsystem

Im ersten Teil unserer Serie mit Tipps für eine lange Nutzungsdauer Ihrer KaVo Instrumente steht das Spannsystem im Fokus. Für eine möglichst lange Lebensdauer des Spannsystems sind intakte Schäfte und die Einhaltung der Abmessungen der Fräser und Schleifer besonders wichtig. Die richtige Auswahl des Werkzeugs spielt ebenfalls eine Rolle. Erfahren Sie hier Tipps und Tricks zum Spannsystem oder die richtige Schafteinspannlänge beim Gebrauch von Bohrern.

 

Bohrer und Bohrerabmessung

Werden Bohrer verwendet, die nicht von KaVo freigegeben wurden, kann Ihr Instrument erheblich beschädigt werden. Dies kann zu Defekten am Spannsystem oder am Bohrerschaft führen. Für eine lange Lebensdauer der Spannsysteme Ihrer KaVo Instrumente sollten Sie unbedingt die Bohrerabmessungen einhalten. Die Herstellerangaben zu Länge, Durchmesser, Schaftform und maximale Drehzahl finden Sie in den jeweiligen Gebrauchsanweisungen. Diese finden Sie auch auf unserer Website unter dem jeweiligen Instrument.

Bei Nichteinhaltung der Herstellerangaben erlischt Ihr Garantieanspruch bei KaVo.
 

Die richtige Schafteinspannlänge

nicht zugelassene Bohrer
nicht zugelassene Bohrer

Der Bohrerschaft muss auf der Länge der minimalen Schafteinspannlänge glatt sein. Außerdem darf dieser keine Einstiche oder Rillen aufweisen.

Angaben zur minimalen Schafteinspannlänge:

  • Bei KaVo Standardturbinen beträgt die minimale Schafteinspannlänge 11 mm.
  • Bei KaVo Miniturbinen beträgt die minimale Schafteinspannlänge 9 mm.

Bei Missachtung der Herstellvorgaben können verschiedene Schäden entstehen. Es ist möglich, dass der Schaft in der Spannzange durchdreht und so die Spannzange zerstört. Ebenfalls kann die Bohrerhaltekraft durch einen abgenutzten Schaft zu gering sein und der Bohrer kann während der Behandlung herausfallen. Auch die Kugellager, die Zahnräder und die Spannzange können bei einem zu langen Bohrer überbelastet werden.

 

Die richtige Auswahl des Werkzeugs

geradverzahntes Werkzeug
gerad-verzahntes Werkzeug

Bohrerhersteller empfehlen, die Bohrer auf unterschiedliche Materialien abzustimmen. So soll bei Kronen aus Metall oder Weichkeramik ein Kronentrenner aus Hartmetall verwendet werden. Bei Kronen aus Zirkonoxid sollte jedoch ein Diamant-Kronentrenner benutzt werden.

Bei einer Kronentrennung empfiehlt es sich ebenfalls, kreuzverzahnte Werkzeuge zu verwenden. Sollten Sie geradverzahnte Werkzeuge benutzen, achten Sie bitte darauf, dass diese nicht einhaken, da dadurch das Spannsystem stark beansprucht wird. Die Spannzange kann zudem beschädigt werden.

Bei Einhaken des Werkzeugs das Instrument sofort stoppen!
 

Hinweise zur Anwendung

1. Vor der Behandlung

Vor der Behandlung sollten Sie unbedingt den Spannring des Instruments schließen, welches Sie für die Behandlung benötigen. Ein gerades Handstück darf nie mit offener Spannzange in Betrieb genommen werden, da Handstück und Spannzange sonst blockieren. Ebenso sollten Sie den Druckknopf an Ihrer Turbine bzw. an Ihrem Hand- oder Winkelstück niemals während des Betriebs betätigen oder abwischen.

Druckknopf bei korrekter Anwendung
Druckknopf wurde durch falsche Anwendung abgerieben
Folgen einer Betätigung des Druckknopfes im Betrieb:

  • Starker Verschleiß an Treiber bzw. Läufer
  • Funktionsstörungen am Druckknopf
  • Spannzange löst nicht bzw. nur schwer aus
  • Metallische Abriebe des Deckels können in die Kugellager geraten
  • Starke Erhitzung des Druckknopfes
     

2. Während der Behandlung

Druckknopf wurde durch nicht korrekte Anwendung abgerieben
Druckknopf bei korrekter Anwendung
Bei der Behandlung sollten Sie die Wange des Patienten niemals mit dem Druckknopf abhalten. Durch die Reibung zwischen dem Druckknopf und dem Spannsystem entsteht Hitze, die zur Verbrennung der Mundschleimhaut führen kann.


3. Nach der Behandlung

Nach einer Behandlung sollten Sie den Bohrer nie eingespannt lassen. Für eine längere Lebensdauer Ihrer Instrumente sollte die Spannzange während der Lagerung entlastet sein. Zudem besteht bei Lagerung der Instrumente mit Bohrern Verletzungs- und Infektionsgefahr.

 

Hier finden Sie alle Tipps!